Satzung der Diakonie im Landkreis Böblingen


Präambel
Der Verbandsrat des Diakonischen Werkes der evangelischen Kirche in Württemberg e.V. hat auf der Grundlage von § 10, Absatz 1, Nr. 1 seiner Vereinssatzung nachstehende Ordnung als Handlungskonzept für die Diakonie im Landkreis beschlossen und empfiehlt der Mitgliederversammlung 2009, diese Ordnung in der Satzung des Diakonischen Werkes zu verankern. Der Verbandsrat empfiehlt den diakonischen Trägern in den Landkreisen, jeweils nach dieser Satzung eine Diakonie im Landkreis zu begründen, bzw. schon bestehende Ordnungen bis zur Mitgliederversammlung 2009 an die hier vorgelegte Ordnung anzupassen. Die diakonischen Einrichtungen und Träger im Landkreis Böblingen wollen dieses Anliegen mit der nachstehenden Vereinbarung aufgreifen. Die "Diakonie im Landkreis Böblingen" ist eine regionale Gliederung des Diakonischen Werkes der evangelischen Kirche in Württemberg e.V. Sie bietet auf Landkreisebene für die Diakonie der Kirchengemeinden und Kirchenbezirke und der rechtlich selbständigen Träger einen Rahmen der Zusammenarbeit im Sinne von § 5 des Diakoniegesetztes. Sie fördert auf diese Weise die diakonische Arbeit aller Träger und deren Zusammenarbeit im Landkreis. Sie handelt im Rahmen der Satzung des Diakonischen Werkes der evangelischen Kirche in Württemberg e.V. und orientiert sich an dessen Leitbild. Sie versteht ihren diakonischen Auftrag als Ausübung christlicher Nächstenliebe. Diakonie ist für sie gelebter Glaube der christlichen Gemeinde in Wort und Tat.


§ 1 Name, Zugehörigkeit und Sitz

(1) Das Diakonische Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V. (-nachstehend DWW genannt-) bildet nach den Regelungen seiner Satzung mit dem Namen "Diakonie im Landkreis Böblingen" eine regionale Gliederung.
(2) Ihr gehören alle Mitglieder des DWW an, die ihren Sitz im Landkreis Böblingen haben oder als Träger diakonischer Einrichtungen und Dienste in diesem Landkreis tätig sind. Ihr können auch Mitglieder des Diakonischen Werkes Baden im Einvernehmen mit diesem angehören, die Einrichtungen im Landkreis haben; diese können beratend an den Sitzungen der Regionalversammlung teilnehmen.
(3) Die Durchführung der Aufgaben der Diakonie im Landkreis erfolgt im Rahmen der Zwecke und Zielsetzungen und unter Beachtung der Satzung des DWW.


§ 2 Zweck der Diakonie im Landkreis Böblingen
(1) Zweck der Diakonie im Landkreis Böblingen ist die Stärkung diakonischer Kräfte, die Förderung der diakonischen Arbeit aller Träger und ihrer Zusammenarbeit im Landkreis.
(2) Diesen Zweck erfüllt die Diakonie im Landkreis Böblingen insbesondere durch:

a. Meinungsbildung, Informations- und Erfahrungsaustausch
b. Beratung grundsätzlicher und konkreter Fragen der diakonischen Arbeit im Landkreis mit dem Ziel einer Verständigung über Anliegen und Ziele der Diakonie im Landkreis
c. Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel eines einheitlichen Erscheinungsbildes
d. Mitwirkung in den Kirchenbezirken und im Kreisdiakonieverband und Förderung der Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden und Diakoniepfarrerinnen und -pfarrern
e. Koordination von Aufgaben, an denen mehrere Träger beteiligt sind, und Ausgleich der Interessen
f. Klärung gemeinsamer Interessen der Diakonie im Landkreis
g. Vertretung gemeinsamer Interessen in der Liga der freien Wohlfahrtspflege im Landkreis sowie gegenüber Landkreis und Kommunen
h. Wahl der Vertreter oder Vertreterinnen der Rechtsträger nach § 1 Abs. 2 Diakoniegesetz in Gremien der freien Wohlfahrtspflege
i. Wahl von Vertretern oder Vertreterinnen bzw. Abgabe von Vorschlägen für die Wahl von Vertretern oder Vertreterinnen dieser Rechtsträger in Gremien des Landkreises

(3) Bei der Wahl von Vertretern oder Vertreterinnen der Diakonie sind die Träger der Diakonie nach § 1 Abs. 2 Nr. 4 Diakoniegesetz und die Kirchenbezirke und Kirchenbezirksverbände in ausgeglichenem Verhältnis zu berücksichtigen.
(4) Die Arbeit der Diakonie im Landkreis wird im Rahmen der Finanzierung durch vorhandene Ressourcen und/oder freiwillige Beiträge der Mitglieder durchgeführt.

§ 3 Gremien der Diakonie im Landkreis Böblingen
Beschlussgremien der Diakonie im Landkreis Böblingen sind:
1. Die Regionalversammlung aller Mitglieder im Sinne von § 1 Abs. 2 dieser Ordnung
2. Der Regionalvorstand

§ 4 Geschäftsführung
Die Geschäfte der Diakonie im Landkreis werden von dem/der Delegierten eines Mitglieds geführt, das jeweils auf drei Jahre berufen wird.

§ 5 Zusammensetzung der Regionalversammlung
(1) Die Regionalversammlung besteht aus den Vertretern und Vertreterinnen aller Mitglieder nach § 1 Abs. 2 dieser Ordnung.
(2) Jeder Rechtsträger, der direktes oder indirektes Mitglied im DWW ist, hat eine Stimme.
(3) Ein Vertreter oder eine Vertreterin des DWW kann beratend an der Regionalversammlung teilnehmen.

§ 6 Arbeitsweise und Aufgaben der Regionalversammlung
(1) Die Regionalversammlung findet nach Bedarf, jedoch mindestens einmal jährlich statt. Sie wird vom Regionalvorstand unter Einhaltung einer Frist von drei Wochen unter Angabe einer Tagesordnung einberufen.
(2) Die Regionalversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit.
(3) Die Regionalversammlung beschließt mit den anwesenden Mitgliedern.
(4) Über die Beschlüsse der Regionalversammlung wird ein fortlaufend nummeriertes Protokoll geführt.
(5) Aufgaben der Regionalversammlung sind:

a. Wahl und Abberufung der/des Vorsitzendenden, der/des stellvertretenden Vorsitzenden und der weiteren Mitglieder des Regionalvorstands
b. Entgegennahme des Jahresberichts des Regionalvorstands.
c. Wahl und Abberufung der Geschäftsführung
d. Entlastung des Regionalvorstands
e. Beschlussfassung über die Geschäftsordnung des Regionalvorstandes und der Regionalversammlung sowie der Geschäftsführung im Rahmen der allgemeinen Regelungen des DWW
f. Wahl der Vertreter und Vertreterinnen der Diakonie in den Gremien der freien Wohlfahrtspflege und den Gremien des Landkreises und Beschlussfassung über Wahlvorschläge für solche Gremien
g. Beschluss über den vom Regionalvorstand gegebenenfalls aufgestellten Wirtschaftsplan und Festlegung des Mitgliedsbeitrages. Der Wirtschaftsplan ist vom DWW zu genehmigen
h. Beratung und Beschlussfassung über Grundsatzfragen der Diakonie und Richtlinien für die Arbeit im Landkreis im Rahmen der Beschlüsse der Mitgliederversammlung des DWW
i. Einsetzung von Fachausschüssen


§ 7 Regionalvorstand
(1) Der Regionalvorstand wird auf die Dauer von drei Jahren gewählt und besteht aus der oder dem Vorsitzenden, der oder dem stellvertretenden Vorsitzenden und gegebenenfalls bis zu drei weiteren von der Regionalversammlung zu wählende Mitglieder.
(2) Bei der Wahl zum Regionalvorstand sollen sowohl die Mitgliederstruktur als auch die unterschiedlichen diakonischen Arbeitsbereiche angemessen berücksichtigt werden.
(3) Die Diakonie im Landkreis Böblingen wird durch die beiden Vorsitzenden je einzeln gleichberechtigt nach außen und innen vertreten. Einer oder eine der beiden Vorsitzenden soll Vertreter oder Vertreterin der diakonischen Einrichtung der verfassten Kirche, einer oder eine soll Vertreter oder Vertreterin der Rechtsträger nach § 1 Abs. 2. Diakoniegesetz aus dem Landkreis.
(4) Ein Vertreter oder eine Vertreterin des DWW kann beratend an den Sitzungen des Regionalvorstands teilnehmen.
(5) Sofern ein eigener Geschäftsführer oder eine eigene Geschäftsführerin berufen ist, nimmt er oder sie beratend an den Sitzungen des Regionalvorstands teil. Diese Ordnung tritt mit der einstimmigen Beschlussfassung durch die Gründungsversammlung am 12.11.2013 in Kraft.